SCHULLEBEN

Mobbing - Ein Projekt der Theater-AG der DHO in Zusammenarbeit mit dem Jugendbeauftragten der Polizeidirektion 4 und dem Theater "Strahl"

Im Schuljahr 2006/07 entwickeln die Schüler/-innen des Wahlpflichtkurses IV mit dem Schwerpunkt Theaterpädagogik ein Theaterstück, das auf ihren eigenen Erfahrungen und der Analyse von Fallgeschichten beruht.
Der Präventionsgedanke stellt bei dieser Arbeit einen zentralen Aspekt dar. Alle Beteiligten (auch die Zuschauer) sollen einen Einblick in die denkbaren Ursachen und Auswirkungen dieser speziellen Form von Gewalt bekommen und werden mit der Frage konfrontiert, wie diese im Vorfeld zu verhindern ist.
Das von der Polizei angebotene Anti-Gewalt-Training bietet eine gute Gelegenheit, sich mit diesem Aspekt auseinanderzusetzen.

Nachdem wir die Vorarbeit zu diesem Thema in Zusammenarbeit mit dem Theater "Strahl" und dem Präventionsbeauftragten der Polizei, Herrn Henniger, geleistet hatten, zog es uns in den Wald, und zwar nach Töpchin. Weit ab von der Zivilisation probten und tobten wir vom 23.10. bis 27.10.06 rund um das Thema Mobbing. Das schöne Wetter, der nahe gelegene See, die liebevolle Betreuung, alles wie von Zauberhand für uns arrangiert, ließen uns ein kreatives Hoch erklimmen, von dem wir hoffentlich noch lange profitieren werden.
So wurden auch die vier Arbeitsblöcke pro Tag, die bis tief in die Nacht reichten, ohne Murren hingenommen. Schließlich haben wir ja ein Ziel: Das Theaterstück, das hoffentlich im Februar 2007 auf die Bühne kommt.
Immer wieder diskutierten wir eigene Erfahrungen, testeten die eigene Toleranzfähigkeit, werteten den Smob-Fragebogen zum Schülermobbing aus und ließen die Ergebnisse in die Improvisationsübungen einfließen. Wir wollen ja unser eigenes Stück schreiben und nicht eine Vorlage kopieren.
So entstanden abenteuerliche Szenen, Gedichte und Songs, die wir nun in mühevoller Kleinarbeit zu einem Ganzen zusammenfügen werden.
Einige Texte aus dem Band "Angst Macht Schule" (Schreibwettbewerb 2005, Theater "Strahl") waren dabei sehr hilfreich.
Unser Stück soll sich u.a. an einzelne Klassen richten, die das brisante Thema Mobbing im Unterricht behandeln.
Zum Schluss sei der Belegschaft des Schullandheims in Töpchin unter Leitung von Frau Marquitz herzlich gedankt. Wir haben uns sehr wohl gefühlt.

 

 

 

Theaterprojekt "KABALE UND LIEBE"
Zusammenfassung des Inhalts

Ferdinand von Walter, Sohn es Präsidenten, und Luise, Tochter des Stadtmusikanten Miller, lieben sich. Diese Verbindung über Standesgrenzen hinweg schmeichelt zwar Luises Mutter, ihr Vater hält sie aber für unrealistisch. Auch Ferdinands Vater, Präsident der Residenz, ist gegen eine Heirat seines Sohnes mit der Bürgerlichen.
Er will Ferdinand mit Lady Milford, der Mätresse des Herzogs, verheiraten, um so seinen Einfluss bei Hofe zu vergrößern. Um Ferdinand von seinem Plan abzubringen, initiieren der Präsident und sein Sekretär Wurm, zugleich Nebenbuhler Ferdinands, eine heimtückische Intrige: Luises Eltern werden grundlos verhaftet, Luise wird erpresst und gezwungen, einen Liebesbrief an den Hofmarschall von Kalb zu schreiben, um die Hinrichtung ihrer Eltern zu verhindern. Außerdem muss sie einen Eid schwören, diesen Brief freiwillig geschrieben zu haben.
Der Brief wird Ferdinand zugespielt und weckt gezielt dessen Eifersucht. Luise will sich nun durch den Freitod vom Eid lösen, um Ferdinand wenigstens sterbend die Wahrheit sagen zu können.
Ihr Vater hält sie davon ab, indem er an ihre Treue ihm gegenüber appelliert. Luise muss also auf Ferdinands Vorwürfe schweigen.
Blind vor Wut, Eifersucht und Verzweiflung vergiftet Ferdinand sich und Luise. Sterbend ist sie jetzt ihrer Schweigepflicht entbunden und kann Ferdinand vergeben.

BILDER:

» Bilder des Theaterprojekts "KABALE UND LIEBE"

 

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