UNTERRICHTSANGEBOT

Der Wahlpflichtunterricht an der Realschule

Neben den Fächern des Pflichtunterrichts wird den besonderen Neigungen eines Schülers durch die freie Wahl eines Wahlpflichtfaches entsprochen.
Im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts besteht die Gelegenheit, sich in seinen individuellen Interessensgebieten erweiterte Kenntnisse anzueignen. Kursunterricht, der in Klasse 7/8 mit 4 Stunden, ab Klasse 9 mit 3 Stunden wöchentlich unterrichtet wird, ist Wahlpflichtunterricht, d.h. aus vorgegebenen fachspezifischen Schwerpunkten kann einer ausgewählt werden; die Teilnahme ist dann Pflicht.

Kurs I (Mathematik/Naturwissenschaften/Informatik)

Themen des naturwissenschaftlichen Unterrichts und der Mathematik werden intensiver vermittelt. In der 7. Klasse werden fachübergreifend grundlegende Arbeitstechniken erlernt, u.a. die Durchführung von Messungen, Fehlerbetrachtungen, die Durchführung und Auswertung naturwissenschaftlicher Versuche. In der 8. Klasse kommen biologische, chemische und physikalische Lernbereiche hinzu, physikalische Gesetze werden praktisch untersucht, überprüft und berechnet.

Mit Beginn der 9. Jahrgangsstufe findet eine strukturelle Schwerpunktsetzung in den naturwissenschaftlichen Fächern Biologie, Physik oder Chemie statt.
Neben der Erweiterung und Vertiefung der physikalischen und chemischen Kenntnisse aus dem Kernunterricht soll vor allem die Experimentierfähigkeit der Schüler gefördert werden. Dem Schülerversuch kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu. Projektbezogene Unterrichtsschwerpunkte kennzeichnen den biologischen Kursansatz, wobei ökologische Themen exemplarisch behandelt werden.
Artenvielfalt und Pflanzenmerkmale werden ermittelt, Baumschäden untersucht und die Schadstoffbelastung in Luft, Wasser und Boden ermittelt. Schülerversuche werden realisiert, Untersuchungen mit dem Mikroskop durchgeführt und die so gewonnenen Erkenntnisse in einen theoretischen Kontext gestellt.

Alternativ wird Informatikunterricht einschließlich rechnerbezogener Mathematik erteilt.
Schwerpunkt ist hier das selbstständige praktische Arbeiten am Computer: Das Erlernen von Problemlösungstechniken in Verbindung mit einer Programmiersprache (Turbo Pascal / Delphi). Grundkenntnisse zum Aufbau und der Funktion eines PCs bis hin zu Computernetzen, zur Handhabung der elektronischen Datenverarbeitung einschließlich des Datenschutzes werden vermittelt; die Realisierung eines Multimedia-Projektes wird angestrebt.
Jeder Schüler nutzt einen eigenen Rechner, der Unterricht findet modular statt.

 

Kurs II (2. Fremdsprache Französisch)

Während der vier Unterrichtsjahre soll der Schüler grundlegende Kenntnisse für den Gebrauch der französischen Sprache in Wort und Schrift erwerben.
Ziel ist die sprachliche Bewältigung von Situationen des alltäglichen Lebens und das Vermitteln von Informationen aus dem wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Bereich.

Warum sollte man also die französische Sprache erlernen? Reicht Englisch nicht aus?

- Frankreich ist Deutschlands wichtigster Wirtschaftspartner.
- Französisch wird in sehr vielen Ländern gesprochen.
- Für viele Verwaltungs- und Büroberufe wird neben Englisch auch Französisch erwartet.
- Auch wenn die Sprache im Beruf nicht verlangt wird, ist ein Zeugnis mit dem Fach Französisch eine Empfehlung bei Bewerbungen.
- Keine Angst vor den Anforderungen! Der Notendurchschnitt ist mit dem anderer Kurse vergleichbar.

 

Kurs III (Wirtschaft und Recht)

Den Schülerinnen und Schülern werden gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche, soziale und rechtliche Kenntnisse vermittelt. Diese sollen dazu befähigen, zu eigenen gesellschaftsorientierten Schlussfolgerungen und selbstständigen Problemlösungen zu gelangen, aus denen ein sachgerechtes und kritisches Verhalten erwächst.
Neben der Vermittlung genereller Grundfertigkeiten (z.B. Auswertung von Texten, Statistiken, grafischen Darstellungsformen, argumentative Auseinandersetzung) werden in der Doppeljahrgangsstufe 7/8 die Module
- Haushalt und Konsum
- Der Jugendliche in der Rechtsordnung
- Das Unternehmen
- Umwelt und Umweltschutz

in der Doppeljahrgangsstufe 9/10 die Module
- Politisches Handeln in der Wirtschaft
- Sozialstaat und öffentliche Haushalte
- Wirtschaftspolitik in der Sozialen Marktwirtschaft
- Deutschland und die EU in der globalisierten Welt
behandelt.

 

Kurs IV (Deutsch-musischer Kurs mit theaterpädagogischem Ansatz)

Der Kurs IV mit theaterpädagogischen Ansatz ist ein eigenständiges Fach im literarisch-künstlerischen Aufgabenfeld.

Der Schwerpunkt liegt im kreativen Handeln der Schülergruppe. Im künstlerisch-ästhetischen Bereich lernen die Teilnehmer/innen ihre eigenen Ausdrucksmöglichkeiten (Körper/Sinne) bewusst wahrzunehmen. Sie erproben theatrale Wirkungen im Bühnenraum mit Requisiten, Licht und anderen Wirkungsfaktoren und entwickeln die "Kunst des Zuschauens.
Theatertheorien sowie historische und moderne Mittel der Darstellung werden projektbezogen vermittelt und kritisch hinterfragt. Theatertexte, Sekundärliteratur sowie Texte aus der Theaterwissenschaft werden in den Unterricht einbezogen.
Der Kurs IV mit theaterpädagogischem Ansatz kann auf die Kenntnisse und Fähigkeiten zurückgreifen, die die Schüler/innen im Fach Deutsch erwerben. Im Lernbereich "Sprechen und Schreiben" können die Schüler/innen Rollenspiele entwickeln und reflektieren und Spielszenen zu einem kleinen Stück zusammenfügen.
Literarische Texte werden szenisch gelesen und interpretiert. Texte sollen als Muster für eigene Gestaltungsversuche genutzt werden.
Durch praktisches Üben nehmen die Schüler/innen aktiv und kreativ am Prozess der Inszenierung teil.

Inhaltlich ist die enge Zusammenarbeit der Fächer Deutsch (Schwerpunkt Literatur), Musik und Bildende Kunst bestimmend.

 

Kurs IV (Arbeitslehre)

Das Fach Arbeitslehre soll die Kompetenzentwicklung insbesondere in folgenden Aufgabenbereichen fördern:

- Berufsorientierung
- technische Grundbildung
- ökonomische Grundbildung
- die begründete Wahl eines Ausbildungsweges
- die angemessene Bewältigung der eigenen Lebensführung

Kernbereiche sind die Ausbildungs- und Bildungswegorientierung, der Haushalt und das Unternehmen. Der Arbeitsbegriff spielt dabei die zentrale Rolle, sowohl in Form von Erwerbs- und Hausarbeit als auch von ehrenamtlicher Tätigkeit.

Die Verknüpfung von Theorie und Praxis hat eine besondere Bedeutung. Selbstständiges Handeln der Schüler ist dabei ein wichtiges Unterrichtsprinzip. Die Präsentation von Arbeitsergebnissen während eines Lernprozesses gibt den Schülern die Möglichkeit, ihr eigenes Handeln einzuschätzen und zu reflektieren.

Ziel der Kompetenzentwicklung soll eine Handlungskompetenz sein, die die erfolgreiche Bewältigung der Herausforderungen in Beruf und Alltag möglich macht.

 

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